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Tipps
zum Stoffkauf
Um sich lange an Ihrem neuen Bezugsstoff zu erfreuen, sollten Sie folgende Tipps beachten. Möbel und Bezugsstoff sollten zueinander passen. Der Stoff muss der Polsterform entsprechen. Straffe Polsterungen brauchen strapazierfähigeren Stoff als legere Kissen. Farbechtheit und Haltbarkeit hängen davon ab, in welcher Umgebung die Polstermöbel stehen und wie stark der Bezug beansprucht wird. Achten Sie auf Qualitätseigenschaften wie hoher Scheuerwiderstand und/oder einen angenehmen und weichen Griff. Entscheidend für die Haltbarkeit sind Webart, und textile Rohstoffe. Besonders strapazierfähig sind Polyester- und Polyacrylvelours. Baumwolle und Viskose verschleißen schneller und sind eher für lose Polster und leger gepolsterte Modelle geeignet. Durch ihren Flor sind Veloursgewebe grundsätzlich strapazierfähiger als Flachgewebe oder Jacquards, deren Untergewebe direkter Scheuereinwirkung ausgesetzt sind. Denn raue Stoffe und harte Nähte beanspruchen Ihren Polsterstoff stark. Flachgewebe neigen zur Pillingbildung. Fasern arbeiten sich dabei aus dem Gewebe heraus und verketten sich mit Fremdfasern und bilden so kleine Knöllchen. Diese mindern nicht die Qualität des Stoffes und lassen sich leicht entfernen.
Scheuertouren
Die Strapazierfähigkeit eines Stoffes wird nach dem Martindale-Verfahren geprüft. Die Ergebnisse werden durch die praktischen Erfahrungen mit dem Verschleiß, dem ein Stoffstück normalerweise bei verschiedenen Verwendungen ausgesetzt wird, ergänzt. Eine Übersicht über die Strapazierfähigkeit eines Möbelstoffes für weiche Polsterung sieht somit wie folgt aus :
Bitte beachten: Ein auf einer weichen Polsterung angebrachter Möbelstoff besitzt jedoch eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Verschleiß als derselbe Stoff, wenn er auf einer harten Polsterung bezogen ist!
Abkürzungsverzeichnis für die Zusammensetzung laut TKG
CV = Viskose CO = Baumwolle PES = Polyester
PA = Polyamid PE = Polyethylen WO = Wolle
Microfaserstoff
Diese Stoffe bestehen aus mikroskopisch feinen Fasern, von denen 10.000 Meter zwischen 0,8 und 1,2 Gramm wiegen, Aus dieser rein synthetischen Faser können sowohl gewebte, geklebte Stoffe, als auch Wirbelfliese hergestellt werden. Da diese Bezüge alle in einer der Wildlederoptik ähnlichen Art hergestellt werden, sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Microfaserstoffe erreichen einen hohen Belastbarkeitsgrad. Scheuertouren über 30.000 sind keine Seltenheit
Chenillestoff
Bei diesem samtartigen und weichen Flachgewebe werden Chenille-Garne als Schussfaden verwendet. Diese Garne bestehen aus zwei gegeneinander verdrillten Fäden mit eingefügten Florfasern, die diesem Flachgewebe seine Strapazierfähigkeit verleihen. Wegen seiner Optik und seinem angenehmen Griff werden Chenille-Artikel sehr geschätzt. Wie alle Textilien unterliegen aber auch diese Stoffe im Gebrauch gewissen Oberseitenveränderungen. Je weicher und angenehmer ein Chenille ist, umso leichter arbeiten sich einzelne Fasern heraus. Bedingt durch diese besondere Webtechnik kann man vom Preis der Ware nicht unbedingt auf die Strapazierfähigkeit schließen. Ein höherer Preis kann sich auf Exklusivität der verarbeiteten Garne oder zum Beispiel auf die Webtechnik beziehen! Ebenso wie beim Velours, sind Schattierungen oder Sitzspiegel beim Chenille als normale Gebrauchserscheinungen zu betrachten. Ein leichter Verlust der Florfäden auf den Gebrauchsflächen ist ebenfalls warentypisch. Die Haltbarkeit des Stoffes wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt!
Flockstoff
Auf ein Trägergewebe (meist Baumwolle in Leinenbindung), wird ein Haftmittel aufgetragen. Auf dieses so beschichtete Grundgewebe werden elektrostatisch aufgeladene 2,3 mm kurze Synthetikfasern, wie Polyester, aufgeschossen und anschließend fixiert und bedruckt. Flockstoffe bieten nicht die vielfältigen Strukturen anderer Stoffarten, die sich aus Faserkombinationen, Spinn- oder Webverfahren oder Bindungsmethoden ergeben. Neue Druckverfahren, speziell für Flockstoffe entwickelt, bieten aber eigene interessante Gestaltungsmöglichkeiten
Flachgewebe
Zwei sich rechtwinklig kreuzende und sich abwechselnd überlagernde Fadengruppen nennt man Gewebe. Den Längsfaden Kette, den Querfaden Schuss. Innerhalb der drei Grundbindungen (Leinenbindung, Körperbindung, Atlasbindung) lassen sich Kett- und Schussfäden fast unbegrenzt miteinander verkreuzen. Für die sehr strapazierten Kettfäden werden Glattgarne, wie zum Beispiel Polyester, verwendet. Bei Schussgarnen sind dem Textildesigner kaum Grenzen gesetzt. Er kann durch entsprechende Garnauswahl die vielgestaltigsten Wirkungen erzielen. Zum Beispiel Chenille-Gewebe: durch Zwirnung zweier Fäden werden weiche, flauschige Fäden eingelagert und man erhält dadurch ein dem Velours ähnliches Gewebe. Der Preis sagt meist wenig über Langlebigkeit und Robustheit eines Stoffes aus. Exklusive Naturmaterialien machen Stoffe teuer aber auch unvergleichlich schön!
Veloursstoff
Dies ist eine Sammelbezeichnung für alle Stoffe, bei denen Garne als sogenannter Flor in das Grundgewebe eingewebt werden. Durch diese Fertigungsart wird - bei guter Polfestigkeit - eine sehr hohe Strapazierfähigkeit erreicht. Daher ist diese Bezugsart geeignet für Polstermöbel, die starkem Gebrauch ausgesetzt sind.
Teflon
Teflon ist eine Fleckschutzimprägnierung, welche Flüssigkeiten von der Oberfläche abhält und schmutzabweisend ist.
Tipps zur Stoffreinigung
Sie können Ihren Polsterbezug ab und zu mit einer Bürste oder dem Staubsauger reinigen. Flecken sollten Sie jedoch immer sofort entfernen. Eine Reinigungsprobe an einer nicht sichtbaren Stelle ist aber zu empfehlen, da es unter Umständen zu Farbveränderungen kommen kann. Kontrollieren Sie die Unterpolsterung Ihres Möbels, da Schaumgummi oder Schaumstoff bei großzügiger Verwendung von Reinigungsmitteln aufquellen könnten. Reinigen Sie immer die komplette optisch zusammengehörende Fläche. Bezugsstoffe nicht waschen, chloren oder bügeln, wenn dies nicht ausdrücklich erlaubt ist. Informieren Sie sich hierzu in unserer Artikelinformation!
Reinigung von Polsterstoffen
Um sich lange an Ihrem neuen Bezugsstoff zu erfreuen, sollten Sie folgende Tipps beachten. Möbel und Bezugsstoff sollten zueinander passen. Der Stoff muss der Polsterform entsprechen. Straffe Polsterungen brauchen strapazierfähigeren Stoff als legere Kissen. Farbechtheit und Haltbarkeit hängen davon ab, in welcher Umgebung die Polstermöbel stehen und wie stark der Bezug beansprucht wird. Achten Sie auf Qualitätseigenschaften wie hoher Scheuerwiderstand und/oder einen angenehmen und weichen Griff. Entscheidend für die Haltbarkeit sind Webart, und textile Rohstoffe. Besonders strapazierfähig sind Polyester- und Polyacrylvelours. Baumwolle und Viskose verschleißen schneller und sind eher für lose Polster und leger gepolsterte Modelle geeignet. Durch ihren Flor sind Veloursgewebe grundsätzlich strapazierfähiger als Flachgewebe oder Jacquards, deren Untergewebe direkter Scheuereinwirkung ausgesetzt sind. Denn raue Stoffe und harte Nähte beanspruchen Ihren Polsterstoff stark. Flachgewebe neigen zur Pillingbildung. Fasern arbeiten sich dabei aus dem Gewebe heraus und verketten sich mit Fremdfasern und bilden so kleine Knöllchen. Diese mindern nicht die Qualität des Stoffes und lassen sich leicht entfernen.
Scheuertouren
Die Strapazierfähigkeit eines Stoffes wird nach dem Martindale-Verfahren geprüft. Die Ergebnisse werden durch die praktischen Erfahrungen mit dem Verschleiß, dem ein Stoffstück normalerweise bei verschiedenen Verwendungen ausgesetzt wird, ergänzt. Eine Übersicht über die Strapazierfähigkeit eines Möbelstoffes für weiche Polsterung sieht somit wie folgt aus :
- min. 10.000 Scheuertouren: private Haushalte bei weniger Gebrauch
- min. 15.000 Scheuertouren: private Haushalte bei regelmäßigen Gebrauch
- min. 20.000 Scheuertouren: öffentliche Umgebungen bei regelmäßigen Gebrauch
- min. 30.000 Scheuertouren: öffentliche Umgebungen bei intensivem Gebrauch
Bitte beachten: Ein auf einer weichen Polsterung angebrachter Möbelstoff besitzt jedoch eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Verschleiß als derselbe Stoff, wenn er auf einer harten Polsterung bezogen ist!
Abkürzungsverzeichnis für die Zusammensetzung laut TKG
CV = Viskose CO = Baumwolle PES = Polyester
PA = Polyamid PE = Polyethylen WO = Wolle
Microfaserstoff
Diese Stoffe bestehen aus mikroskopisch feinen Fasern, von denen 10.000 Meter zwischen 0,8 und 1,2 Gramm wiegen, Aus dieser rein synthetischen Faser können sowohl gewebte, geklebte Stoffe, als auch Wirbelfliese hergestellt werden. Da diese Bezüge alle in einer der Wildlederoptik ähnlichen Art hergestellt werden, sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Microfaserstoffe erreichen einen hohen Belastbarkeitsgrad. Scheuertouren über 30.000 sind keine Seltenheit
Chenillestoff
Bei diesem samtartigen und weichen Flachgewebe werden Chenille-Garne als Schussfaden verwendet. Diese Garne bestehen aus zwei gegeneinander verdrillten Fäden mit eingefügten Florfasern, die diesem Flachgewebe seine Strapazierfähigkeit verleihen. Wegen seiner Optik und seinem angenehmen Griff werden Chenille-Artikel sehr geschätzt. Wie alle Textilien unterliegen aber auch diese Stoffe im Gebrauch gewissen Oberseitenveränderungen. Je weicher und angenehmer ein Chenille ist, umso leichter arbeiten sich einzelne Fasern heraus. Bedingt durch diese besondere Webtechnik kann man vom Preis der Ware nicht unbedingt auf die Strapazierfähigkeit schließen. Ein höherer Preis kann sich auf Exklusivität der verarbeiteten Garne oder zum Beispiel auf die Webtechnik beziehen! Ebenso wie beim Velours, sind Schattierungen oder Sitzspiegel beim Chenille als normale Gebrauchserscheinungen zu betrachten. Ein leichter Verlust der Florfäden auf den Gebrauchsflächen ist ebenfalls warentypisch. Die Haltbarkeit des Stoffes wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt!
Flockstoff
Auf ein Trägergewebe (meist Baumwolle in Leinenbindung), wird ein Haftmittel aufgetragen. Auf dieses so beschichtete Grundgewebe werden elektrostatisch aufgeladene 2,3 mm kurze Synthetikfasern, wie Polyester, aufgeschossen und anschließend fixiert und bedruckt. Flockstoffe bieten nicht die vielfältigen Strukturen anderer Stoffarten, die sich aus Faserkombinationen, Spinn- oder Webverfahren oder Bindungsmethoden ergeben. Neue Druckverfahren, speziell für Flockstoffe entwickelt, bieten aber eigene interessante Gestaltungsmöglichkeiten
Flachgewebe
Zwei sich rechtwinklig kreuzende und sich abwechselnd überlagernde Fadengruppen nennt man Gewebe. Den Längsfaden Kette, den Querfaden Schuss. Innerhalb der drei Grundbindungen (Leinenbindung, Körperbindung, Atlasbindung) lassen sich Kett- und Schussfäden fast unbegrenzt miteinander verkreuzen. Für die sehr strapazierten Kettfäden werden Glattgarne, wie zum Beispiel Polyester, verwendet. Bei Schussgarnen sind dem Textildesigner kaum Grenzen gesetzt. Er kann durch entsprechende Garnauswahl die vielgestaltigsten Wirkungen erzielen. Zum Beispiel Chenille-Gewebe: durch Zwirnung zweier Fäden werden weiche, flauschige Fäden eingelagert und man erhält dadurch ein dem Velours ähnliches Gewebe. Der Preis sagt meist wenig über Langlebigkeit und Robustheit eines Stoffes aus. Exklusive Naturmaterialien machen Stoffe teuer aber auch unvergleichlich schön!
Veloursstoff
Dies ist eine Sammelbezeichnung für alle Stoffe, bei denen Garne als sogenannter Flor in das Grundgewebe eingewebt werden. Durch diese Fertigungsart wird - bei guter Polfestigkeit - eine sehr hohe Strapazierfähigkeit erreicht. Daher ist diese Bezugsart geeignet für Polstermöbel, die starkem Gebrauch ausgesetzt sind.
Teflon
Teflon ist eine Fleckschutzimprägnierung, welche Flüssigkeiten von der Oberfläche abhält und schmutzabweisend ist.
Tipps zur Stoffreinigung
Sie können Ihren Polsterbezug ab und zu mit einer Bürste oder dem Staubsauger reinigen. Flecken sollten Sie jedoch immer sofort entfernen. Eine Reinigungsprobe an einer nicht sichtbaren Stelle ist aber zu empfehlen, da es unter Umständen zu Farbveränderungen kommen kann. Kontrollieren Sie die Unterpolsterung Ihres Möbels, da Schaumgummi oder Schaumstoff bei großzügiger Verwendung von Reinigungsmitteln aufquellen könnten. Reinigen Sie immer die komplette optisch zusammengehörende Fläche. Bezugsstoffe nicht waschen, chloren oder bügeln, wenn dies nicht ausdrücklich erlaubt ist. Informieren Sie sich hierzu in unserer Artikelinformation!
Reinigung von Polsterstoffen
- Chemische Reinigung mit Perchloräthylen: Dies ist die Standardreinigung für alle losen Sitzbezüge
- Trocken-Schaumreinigung: Diese Reinigung bei der Entfernung von Schmutzflecken, Druckstellen oder zur Farbauffrischung verwenden.
- Gesamtreinigung: Eine Gesamtreinigung ist nur dann zu empfehlen, wenn die Poster sehr verschmutzt sind oder um Fleckenränder auszugleichen.
- Nach der Reinigung: Stoff 48 Stunden trocknen lassen, da sonst bei Benutzung Druckstellen entstehen könnten. Getrocknete Schaumrückstände gründlich ausbürsten.
- Fetthaltige Flecken lassen sich in der Regel nicht mit Trockenschaum reinigen!
- Lösungsmittel auf ein sauberes, weisses Woll- oder Baumwolltuch auftragen und den Fleck vorsichtig in Strichrichtung abreiben.
- Das Tuch immer wenden, damit nur die saubere Seite den Sitz berührt.
- Um Randbildung zu verhindern, immer über die Fleckstelle hinaus nachreiben.
- Falls
doch ein Rand entsteht mit Trockenschaum nachreinigen!






